Netzbetreiber brauchen mehr Daten, wenn sie kritische Infrastruktur in Zukunft resilienter, sicherer und reaktionsfähiger machen wollen. Genau darüber spreche ich in dieser Folge von Energie im Wandel mit Oliver Lichtenstein, CEO & Co-Founder von Beagle Systems.
Die Energiewende wird häufig über neue Erzeugungsanlagen, Speicher, Netzausbau, Wasserstoff, Wärmepumpen oder dynamische Stromtarife diskutiert. Das ist richtig und wichtig. Aber eine zentrale Frage wird dabei oft unterschätzt: Wie schützen wir eigentlich die Infrastruktur, auf der diese neue Energiewelt aufbaut?
Denn Stromnetze, Gasleitungen, Umspannwerke, Pipelines und weitere kritische Anlagen sind nicht einfach technische Objekte. Sie sind das Rückgrat unserer Versorgungssicherheit. Wenn sie ausfallen, geht es schnell nicht mehr nur um Energiepreise oder Effizienz. Dann geht es um Krankenhäuser, Kommunikation, Mobilität, Wärme, Industrieprozesse und letztlich um gesellschaftliche Stabilität.
Oliver Lichtenstein zeigt in dieser Folge, wie Langstreckendrohnen dazu beitragen können, Gas- und Stromnetze besser zu überwachen, Methanleckagen zu erkennen und Netzbetreibern ein präziseres Lagebild zu liefern. Aus klassischer Schutzstreifenbefliegung wird dadurch ein digitales Frühwarnsystem.
Der Titel dieser Folge bringt die zentrale Botschaft auf den Punkt:
Oliver Lichtenstein: „Netzbetreiber brauchen mehr Daten, um resilienter zu werden“
Warum Netzbetreiber mehr Daten brauchen
Netzbetreiber brauchen mehr Daten, weil die Komplexität der Energiewirtschaft massiv steigt. Früher war Versorgungssicherheit vor allem eine Frage zentraler Kraftwerke, robuster Netze und eingespielter Betriebsprozesse. Heute verändert sich das System an vielen Stellen gleichzeitig.
Erneuerbare Energien wachsen. Strom wird wichtiger für Wärme, Mobilität und Industrie. Netzengpässe nehmen zu. Flexibilitäten werden relevanter. Gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von digitaler Infrastruktur. Und zusätzlich verändert sich die Sicherheitslage.
Oliver Lichtenstein beschreibt im Interview sehr klar, dass Netzbetreiber nicht mehr nur auf technische Störungen oder klassische Bauschäden achten müssen. Es geht zunehmend auch um hybride Bedrohungen, Sabotage, Drohnensichtungen, unbefugten Zugriff und bewusste Manipulation kritischer Infrastruktur.
Das bedeutet: Wer Infrastruktur betreibt, braucht ein besseres Verständnis davon, was draußen wirklich passiert.
Genau hier kommen Daten ins Spiel.
Daten helfen, Muster zu erkennen. Daten helfen, Veränderungen sichtbar zu machen. Daten helfen, Risiken früher zu bewerten. Und Daten helfen, schneller zu entscheiden, ob ein Mensch rausfahren muss oder ob eine Situation unkritisch ist.
Netzbetreiber brauchen mehr Daten, weil sie sonst in vielen Fällen nur reagieren können, wenn ein Problem bereits sichtbar geworden ist.
Von der Schutzstreifenbefliegung zum digitalen Lagebild
Ein zentraler Anwendungsfall von Beagle Systems ist die Überwachung linearer Infrastruktur. Dazu gehören insbesondere Gasleitungen und Stromnetze. Im Gasbereich spricht man häufig von der Schutzstreifenbefliegung.
Klassisch wurde diese Aufgabe mit Hubschraubern durchgeführt. Ein Hubschrauber fliegt entlang der Leitung. Ein Mensch sitzt mit an Bord, schaut heraus, macht Notizen und fotografiert auffällige Stellen. Das kann funktionieren. Aber es ist fehleranfällig.
Menschen übersehen Dinge. Eindrücke sind subjektiv. Dokumentationen sind nicht immer vollständig. Und wenn riesige Leitungslängen überwacht werden müssen, stößt dieses Modell schnell an Grenzen.
Oliver erzählt im Gespräch, dass Beagle Systems im vergangenen Jahr mehr als 35.000 Kilometer netto für Kunden geflogen ist. Brutto, also inklusive zusätzlicher Flugleistung, Tests und mehrfacher Überflüge, waren es noch deutlich mehr.
Der Unterschied zur klassischen Befliegung liegt nicht nur im Fluggerät. Der entscheidende Unterschied liegt in der Datenqualität.
Drohnen können systematisch Bilder und Sensordaten erfassen. Diese Daten können gespeichert, ausgewertet und mit früheren Aufnahmen verglichen werden. Aus einem einzelnen Kontrollflug wird dadurch ein nachvollziehbares digitales Lagebild.
Das ist entscheidend für Resilienz.
Denn Resilienz bedeutet nicht nur, nach einem Schaden schnell wieder hochzufahren. Resilienz bedeutet auch, Risiken frühzeitig zu erkennen, Schwachstellen zu verstehen und rechtzeitig handlungsfähig zu sein.
Netzbetreiber brauchen mehr Daten für Operational Awareness
Ein Begriff, der im Gespräch mit Oliver Lichtenstein eine wichtige Rolle spielt, ist Operational Awareness. Gemeint ist damit die Fähigkeit, den eigenen operativen Raum zu verstehen.
Für Netzbetreiber bedeutet Operational Awareness: Sie müssen wissen, was im Bereich ihrer Anlagen, Leitungen und Netze passiert.
Gibt es Bauaktivitäten in der Nähe einer Pipeline?
Wurde Boden umgegraben?
Steht ein Bagger zu nah an einer Leitung?
Gibt es Ablagerungen im Schutzstreifen?
Baut ein Storch sein Nest an einer problematischen Stelle?
Klettert jemand auf einen Mast?
Oder gibt es Hinweise auf Sabotage?
Viele dieser Fragen lassen sich ohne systematische Datenerfassung nur schwer beantworten. Gerade bei großen Flächennetzbetreibern ist die Infrastruktur räumlich weit verteilt. Gleichzeitig ist die Zahl der Mitarbeitenden, die sich um Sicherheit, Überwachung und Lagebewertung kümmern, begrenzt.
Oliver spricht in diesem Zusammenhang von einer Monitoring Gap. Es gibt also Bereiche kritischer Infrastruktur, die heute nicht durchgehend oder nicht ausreichend überwacht werden.
Netzbetreiber brauchen mehr Daten, um diese Lücke zu schließen. Nicht, weil Daten allein jedes Problem lösen. Sondern weil ohne Daten viele Probleme gar nicht erst sichtbar werden.
Drohnenüberwachung ist keine Überwachung um der Überwachung willen
Natürlich ist das Thema Drohnenüberwachung sensibel. Niemand möchte eine Gesellschaft, in der jede Bewegung permanent beobachtet wird. Deshalb ist die Unterscheidung wichtig: Es geht bei Beagle Systems nicht um Überwachung von Menschen, sondern um den Schutz kritischer Infrastruktur.
Im Interview habe ich Oliver genau dazu gefragt:
„Wie erklärst du einem kritischen Stakeholder, den er zufällig kennt, dass Drohnenüberwachung nicht Überwachung, um der Überwachung willen ist, sondern Resilienz schafft?“
Diese Frage ist aus meiner Sicht zentral.
Denn die Energiewirtschaft muss bei neuen Technologien immer auch die gesellschaftliche Akzeptanz mitdenken. Drohnen, Kameras, Sensorik, künstliche Intelligenz und Datenspeicherung können schnell Unbehagen auslösen. Gleichzeitig ist die Bedrohungslage real.
Oliver macht deutlich: In vielen Fällen ersetzen Drohnen bestehende Hubschrauberflüge. Es wird also nicht plötzlich etwas kontrolliert, das vorher völlig unbeobachtet war. Außerdem liegt der Fokus auf Leitungen, Anlagen und Schutzstreifen, nicht auf privaten Lebensbereichen.
Entscheidend ist die Balance.
So viel Sicherheit wie nötig.
So wenig Eingriff wie möglich.
So viel Transparenz wie möglich.
So viel Datenschutz wie erforderlich.
Genau diese Balance wird in den kommenden Jahren für Netzbetreiber, Stadtwerke und Behörden immer wichtiger.
KRITIS-Dachgesetz: Neue Verantwortung für Betreiber kritischer Infrastruktur
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist das KRITIS-Dachgesetz beziehungsweise die europäische CER-Richtlinie. Dahinter steht die Frage, wie Betreiber kritischer Infrastruktur ihre Anlagen künftig besser gegen physische Risiken schützen müssen.
Oliver beschreibt im Gespräch eine wichtige Verschiebung: Früher hätte man bei gezielten Angriffen auf kritische Infrastruktur vermutlich stärker an staatliche Schutzaufgaben gedacht. Heute wird auch den Betreibern selbst mehr Verantwortung zugewiesen.
Das bedeutet nicht, dass Netzbetreiber plötzlich hoheitliche Aufgaben übernehmen oder selbst Gefahren abwehren sollen. Aber sie müssen besser erkennen können, wenn etwas passiert.
In der NATO-Terminologie, die Oliver im Gespräch anspricht, geht es um die Stufen Detect, Decide and Defeat. Für Netzbetreiber ist vor allem die erste Stufe relevant: Detect. Also erkennen, dass eine Gefahr, eine Auffälligkeit oder eine Störung vorliegt.
Die Entscheidung über Gegenmaßnahmen bleibt in vielen Fällen eine staatliche Aufgabe. Aber ohne Erkennung gibt es keine Entscheidung.
Auch deshalb gilt: Netzbetreiber brauchen mehr Daten.
Sie brauchen Daten, um Auffälligkeiten zu erkennen.
Sie brauchen Daten, um Risiken einzuordnen.
Sie brauchen Daten, um Behörden oder Einsatzkräfte präzise zu informieren.
Und sie brauchen Daten, um ihre eigene Infrastruktur besser zu verstehen.
Wie Beagle Systems aus Bildern verwertbare Informationen macht
Besonders spannend ist, dass Beagle Systems nicht nur Drohnen fliegt. Die Drohne ist sichtbar, aber sie ist nur ein Teil des Systems. Mindestens genauso wichtig sind Flugplanung, Sensorik, Datenverarbeitung und Auswertung.
Oliver erklärt im Interview, dass Beagle Systems mit Machine-Learning-Modellen arbeitet, die auf bestimmte Gefahrenkategorien trainiert sind. Dazu gehören beispielsweise schwere Baumaschinen, umgegrabener Boden, Container oder Baumaterial.
Das Ziel ist nicht, möglichst viele Bilder zu sammeln und sie dann irgendwo abzulegen. Das Ziel ist, aus Bildern relevante Informationen zu gewinnen.
Wenn ein Netzbetreiber tausende Kilometer Leitung betreibt, braucht er keine unüberschaubare Menge an Rohdaten. Er braucht Hinweise auf die Stellen, an denen etwas relevant sein könnte.
Genau darin liegt der Wert.
Ein System, das Baumaschinen erkennt, Bodenveränderungen sichtbar macht oder verdächtige Muster identifiziert, kann Netzbetreiber deutlich entlasten. Mitarbeitende müssen nicht alles selbst durchsuchen. Sie können sich auf die relevanten Auffälligkeiten konzentrieren.
Hier wird sichtbar, warum der Satz von Oliver so stark ist:
„Wir bauen eine Suchmaschine für die physische Welt.“
Es geht darum, reale Infrastruktur durchsuchbar zu machen. Nicht als abstrakte Idee, sondern als operatives Werkzeug.
Netzbetreiber brauchen mehr Daten für Methandetektion und Klimaschutz
Ein weiterer wichtiger Anwendungsfall ist die Methandetektion. Beagle Systems setzt Drohnen auch ein, um Methanleckagen an Gasleitungen zu erkennen.
Das ist aus mehreren Gründen relevant. Erstens geht es um Sicherheit. Gasleckagen müssen frühzeitig erkannt werden, bevor sie zu größeren Problemen führen. Zweitens geht es um Effizienz und Betriebssicherheit. Drittens geht es um Klimaschutz.
Methan ist ein besonders wirksames Treibhausgas. Leckagen im Gasnetz sind deshalb nicht nur ein technisches Problem, sondern auch ein klimapolitisches Thema.
Oliver beschreibt im Interview, dass dafür ein Laserverfahren genutzt wird. Stark vereinfacht wird gemessen, wie viel Licht in einer bestimmten Wellenlänge zurückkommt, die Methanmoleküle absorbieren. Aus dieser Differenz lässt sich ableiten, ob Methan vorhanden ist.
Auch hier zeigt sich: Netzbetreiber brauchen mehr Daten, weil sie ohne geeignete Messdaten viele Risiken nur schwer erkennen können.
Die Energiewende besteht nicht nur darin, neue Infrastruktur aufzubauen. Sie besteht auch darin, bestehende Infrastruktur sauberer, sicherer und transparenter zu betreiben.
Regulierung als Ausgangspunkt für Innovation
Ein besonders interessanter Teil des Gesprächs ist Olivers Gründungsgeschichte. Er kommt ursprünglich aus der BWL, hat sich über den Bundesverband für unbemannte Systeme tief in die europäische Drohnenregulatorik eingearbeitet und daraus die Grundlage für Beagle Systems entwickelt.
Bemerkenswert ist: Beagle Systems hat die Drohnen nicht einfach gebaut und anschließend versucht, sie irgendwie in bestehende Regeln einzupassen. Das Unternehmen hat die Regulierung von Anfang an als Designrahmen verstanden.
Dazu habe ich im Gespräch gesagt:
„Ich finde, das ist ja wie so ein Backengineering, dass man im Grunde von der Verordnung aus startet und das Produkt daran ausrichtet.“
Das ist ein spannender Gedanke für die gesamte Energiewirtschaft.
Denn häufig wird Regulierung als Hemmnis betrachtet. Manchmal ist sie das auch. Aber Regulierung kann auch ein Innovationsrahmen sein, wenn Unternehmen sie früh genug verstehen und strategisch nutzen.
Beagle Systems hat die europäische Drohnenverordnung analysiert und die eigenen Systeme so entwickelt, dass sie innerhalb relevanter Kategorien möglichst leistungsfähig sind. Spannweite, Gewicht, Risikoklassen, Flugerlaubnisse und Einsatzprofile wurden nicht nachträglich betrachtet, sondern in das Produkt hineingedacht.
Das ist klug. Und es zeigt, dass erfolgreiche Energiewende-Innovation nicht nur technische Exzellenz braucht, sondern auch regulatorische Intelligenz.
Europäische Drohnen und technologische Souveränität
Gegen Ende des Gesprächs wird das Thema noch einmal größer. Oliver spricht über das geplante European Trusted Drone Label. Dieses Label soll künftig Vertrauen schaffen, dass Drohnen bestimmte Anforderungen an IT-Sicherheit, Datenverarbeitung und Datenschutz erfüllen.
Das ist besonders relevant, weil viele Behörden, Feuerwehren, Polizeien und Unternehmen heute stark auf chinesische Drohnen setzen. Diese Systeme sind oft technisch leistungsfähig und preislich attraktiv. Gleichzeitig entsteht dadurch eine Abhängigkeit.
Im privaten Bereich mag das weniger kritisch sein. Bei kritischer Infrastruktur ist es ein anderes Thema.
Wenn Drohnen künftig tief in Einsatzprozesse von Netzbetreibern, Behörden oder Sicherheitsorganisationen integriert sind, wird die Frage entscheidend, wer diese Systeme kontrolliert, wo Daten gespeichert werden und ob im Ernstfall Verfügbarkeit garantiert ist.
Technologische Souveränität ist deshalb kein abstrakter politischer Begriff. Sie ist eine operative Sicherheitsfrage.
Für die Energiewirtschaft gilt das nicht nur bei Drohnen. Es betrifft auch Leittechnik, Cloud-Systeme, Software, Datenplattformen, Kommunikationsinfrastruktur und KI-Anwendungen.
Wenn die Energiewende resilient sein soll, muss sie auch digital und technologisch souverän gedacht werden.
Was Stadtwerke aus dieser Folge mitnehmen können
Für Stadtwerke ist diese Folge besonders relevant, weil sie eine Entwicklung sichtbar macht, die nicht nur große Übertragungsnetzbetreiber betrifft.
Auch kommunale Unternehmen betreiben kritische Infrastruktur. Stromnetze, Gasnetze, Wärmenetze, Wasserinfrastruktur, Umspannwerke, Trafostationen, Speicher, Ladeinfrastruktur und zunehmend digitale Plattformen.
Natürlich braucht nicht jedes Stadtwerk sofort eine eigene Drohnenflotte. Aber jedes Stadtwerk sollte sich fragen, wie gut es die eigene Infrastruktur wirklich kennt.
Wo liegen kritische Punkte?
Welche Anlagen sind besonders verwundbar?
Welche Daten fehlen heute?
Welche Prozesse laufen noch analog?
Wo gibt es blinde Flecken?
Wie schnell wäre im Störungsfall ein belastbares Lagebild verfügbar?
Diese Fragen werden wichtiger.
Denn Resilienz entsteht nicht erst in der Krise. Resilienz entsteht vorher: durch Vorbereitung, Daten, Prozesse, Verantwortlichkeiten und klare Entscheidungswege.
Netzbetreiber brauchen mehr Daten, aber sie brauchen auch die Fähigkeit, aus diesen Daten gute Entscheidungen abzuleiten.
Die Energiewende braucht ein neues Verständnis von Resilienz
Was mich an dieser Folge besonders beschäftigt, ist die Verschiebung des Blickwinkels.
Wir sprechen in der Energiewende häufig über Ausbau. Mehr Windenergie. Mehr Photovoltaik. Mehr Speicher. Mehr Wärmepumpen. Mehr Elektromobilität. Mehr Netze.
Aber je stärker wir elektrifizieren und je stärker zentrale Lebensbereiche von Energieinfrastruktur abhängen, desto wichtiger wird deren Schutz.
Eine klimaneutrale Energieversorgung muss nicht nur erneuerbar sein. Sie muss auch belastbar sein. Sie muss Störungen aushalten. Sie muss Angriffe erkennen. Sie muss Schäden begrenzen. Und sie muss schnell wieder handlungsfähig werden.
Dafür braucht es neue Technologien. Aber vor allem braucht es ein neues Denken.
Am Ende des Gesprächs habe ich zu Oliver gesagt:
„Obwohl ich ja im Bereich Energiewende, auch Netzinfrastruktur zu Hause bin, habe ich diese Aspekte tatsächlich in der Tiefe noch nie wahrgenommen.“
Genau das ist für mich der Wert dieser Folge.
Sie öffnet einen Blick auf einen Bereich der Energiewende, der bisher oft zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Nicht, weil er unwichtig ist. Sondern weil er weniger sichtbar ist als Windräder, Solaranlagen oder Batteriespeicher.
Fazit: Netzbetreiber brauchen mehr Daten, aber auch ein neues Lagebild
Netzbetreiber brauchen mehr Daten, um resilienter zu werden. Das ist die zentrale Botschaft dieser Folge mit Oliver Lichtenstein.
Aber es geht nicht um Daten als Selbstzweck.
Es geht um bessere Entscheidungen.
Es geht um frühere Risikoerkennung.
Es geht um den Schutz kritischer Infrastruktur.
Es geht um Methandetektion, Klimaschutz und Versorgungssicherheit.
Es geht um europäische Technologiesouveränität.
Und es geht um die Fähigkeit, in einer unsichereren Welt handlungsfähig zu bleiben.
Beagle Systems zeigt, wie Drohnen dabei helfen können, ein neues Lagebild der physischen Welt zu schaffen. Aus einzelnen Befliegungen werden Daten. Aus Daten werden Muster. Aus Mustern werden Entscheidungen. Und aus Entscheidungen entsteht Resilienz.
Für Stadtwerke, Netzbetreiber und alle, die sich mit der Zukunft der Energiewirtschaft beschäftigen, ist diese Perspektive hoch relevant.
Denn die Energiewende braucht nicht nur neue Anlagen.
Sie braucht auch Schutz.
Sie braucht Transparenz.
Sie braucht Reaktionsfähigkeit.
Und sie braucht Netzbetreiber, die wissen, was draußen wirklich passiert.
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